Schmerzen! – Die Ursachen liegen oft in Muskeln und Faszien

Die Forschung hat viel Neues über das sogenannte myofasziale System herausgefunden.Dachte man bislang immer, dass Faszien lediglich stützen und die Muskeln voneinander trennen, so wurde dort inzwischen eine Vielzahl von Nervenzellen gefunden. Dies erklärt ihre große Bedeutung für bisher unklare Schmerzen im Bewegungsapparat. Die Muskeln selbst sind ebenfalls häufig für diese Schmerzen verantwortlich, es handelt sich hierbei um muskelfasziale Triggerpunkte.

Dabei handelt es sich um kleinste Verkrampfungen, die durch Überlastung von Muskelfasern entstehen und Schmerzen verursachen. Unter einem „Trigger“ versteht man einen Schlüsselreiz, der einen Schmerz auslöst, der zum Teil ganz woanders wahrgenommen wird.

So können Triggerpunkte im Bereich der Gesäßmuskulatur Schmerzen im Bein auslösen. Patient und Arzt sind dann oft der Meinung, dass der Schmerz auch aus dem Bein kommen muss oder dass es sich um einen Ischiasschmerz handelt, der vom Rücken ausgeht. Wenn die MRT-Bilder dann eine Bandscheibenveränderung zeigen, gehen viele Ärzte davon aus, dass hier der Auslöser der Schmerzen gefunden wurde. Dabei kommen degenerative Bandscheibenveränderungen (Osteochondrosen) oder auch Bandscheibenvorfälle (Prolaps) zwar relativ häufig vor, sind aber eben nicht immer schmerzhaft. Oft werden die Beschwerden durch Therapiemethoden wie Einrenken oder Injektionen behandelt, die dem Patienten in der Regel aber nicht helfen, da die unentdeckten Triggerpunkte in der Gesäßmuskulatur die wirklichen Auslöser sind. Um Hilfe zu finden, sucht der Patient nicht selten verschiedene Ärzte auf und lässt die unterschiedlichsten Untersuchungs und Behandlungsmethoden über sich ergehen, ohne dass sich ein anhaltender Erfolg einstellen würde.

Wodurch entstehen Triggerpunkte? Die Überlastung eines Muskels ist schuld.

Die Überlastung eines Muskels kann ihren Grund in einer plötzlichen Zerrung beim Sport haben oder durch zu intensives oder einseitiges Training mit zu kurzen Erholungspausen  hervorgerufen werden. Dass die Halsmuskulatur überdehnt wird, ist oft Folge eines Autounfalls. Die häufigste Ursache für eine chronische Fehlbelastung der Muskulatur sind einseitige berufliche Tätigkeiten oder Fehlhaltungen (Bandarbeit, Schreibtischarbeit).

Davon sind vor allem Schulter, Nackenund Armmuskulatur betroffen.

Triggerpunkte können sich ausbreiten – das myofasziale Schmerzsyndrom

Kommt es zu Triggerpunkten in einem Muskel, so wird dieser in seiner Funktion beeinträchtigt. Dies führt dazu, dass der Körper andere Muskeln aktiviert, die dem schwachen „Kollegen“ helfen sollen. Mit der Zeit werden diese überfordert und das Problem breitet sich immer weiter aus. Schließlich lösen ganz normale Aktivitäten wie Gehen, Stehen, Sitzen
oder Bücken Schmerzen aus, ohne dass Röntgen- oder MRT-Bilder schwerwiegende Veränderungen zeigen.

Wie werden Triggerpunkte behandelt?

Man kann Triggerpunkte durch die Hände des Therapeuten behandeln, ggf. unter Zuhilfenahme von „Massagehölzchen“. Dabei werden die gefundenen Triggerpunkte einem starken, für den Patienten gerade noch erträglichen, Druck ausgesetztund so gedehnt. Als weiteres Werkzeug wird seit einigen Jahren auch die sogenannte Stoßwelle eingesetzt. Hierbei werden ernergiereiche Druckwellen auf den Triggerpunkt geleitet, welcher auf diese Weise aufgelöst wird. Welche Methode im Einzelfall zum Einsatz kommt, hängt von der Erfahrung und Vorliebe des Therapeuten sowie von der Lage der Triggerpunkte ab. Häufig werden die Methoden auch kombiniert eingesetzt.

Praxis für Physiotherapie, Osteopraktik und Triggerpunkttherapie in Dortmund

In unserer Praxis für Physiotherapie Dortmund erhalten Sie ein individuelles, auf Ihren Schmerz abgestimmtes Behandlungskonzept, das Ihnen einen normalen und aktiven Lebensstil ermöglicht.
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