Maschinelle Lymphdrainage

Der Transport der Lymphflüssigkeit (diese ist für den Stoffwechsel von Bedeutung und hat eine Schutzfunktion) erfolgt passiv mit Hilfe der Muskelpumpe und durch die Bewegung des Zwerchfells beim Atmen. Durch den Einfluss von langem Stehen oder Sitzen, durch Bewegungsmangel, Unfälle oder Infektionen kann es zur Beeinträchtigung des gesamten Lymphsystems kommen, zum Beispiel zu Ödemen (Gewebewasseransammlungen).

Die Lymphdrainage bezeichnet die Verschiebung von Gewebsflüssigkeiten und deren Abführung aus dem Interstitium (dem Raum außerhalb der Zelle). So werden die Lymphgefäße und Lymphknoten entspannt und der Durchfluss in den Lymphgefäßen sowie die Durchblutung verbessert.

In unserer Praxis wird die Lymphdrainage nicht mehr manuell (= per Hand) ausgeführt, sondern maschinell. Dafür zieht der Patient eine spezielle Hose mit Druckkammern an, die sich schrittweise mit Luft füllen. Dabei wird genau wie bei der Massage per Hand eine Druckwelle erzeugt, die die Lymphgefäße stimuliert und für einen besseren Durchfluss der Lymphgefäße und eine bessere Durchblutung sorgt.

Wann ist eine maschinelle Lymphdrainage angebracht?

Eine maschinelle Lymphdrainage ist sinnvoll bei

  • Phlebödemem* (z.B. bei Krampfaderleiden)
  • Lymphödemen (Störung des Lymphatischen Systems)
  • Ödemen nach traumatischer Einwirkung (also verletzungsbedingt)
  • Rheumatischen Ödeme
  • Lipödemen (Reiterhosen)
  • Inaktivitätsödemen (bei bettlägerigen Personen)
  • Postoperative Ödemen (z.B. nach Knieoperationen)

*Ödeme = Gewebewasseransammlungen