Bandscheibenvorfall: Symptome, Ursachen, Behandlung

Rückenschmerzen, die bis ins Bein oder den Arm ausstrahlen, können auf einen Bandscheibenvorfall hinweisen. Ein Bandscheibenvorfall ist ein Durchbruch des Gallertkerns einer Bandscheibe durch den Faserring. Männer leiden dabei etwa doppelt so häufig an einem Bandscheibenvorfall wie Frauen.

Symptome

Ein stechender Schmerz im Rücken, den Schultern, Armen oder Beinen und ein Kribbeln, Taubheit oder ein Schwächegefühl zählen zu den klassischen Symptomen eines Bandscheibenvorfalles. Häufig sind die Schmerzen so stark, dass Betroffene Bewegungen vermeiden und beginnen zu verkrampfen.

Ursachen

Eine Bandscheibe ist ein „elastischer Stoßdämpfer“ zwischen den Wirbelkörpern – dieser besteht aus einem gelartigen Zentrum – dem Gallertkern und einem Faserring. Die Bandscheibe passt sich den Bewegungen des Körpers an und ist auf diese angewiesen. Denn nur durch Zug- und Druckkräfte wird die Bandscheibe mit den nötigen Mineralien und Flüssigkeit versorgt.

Mit zunehmendem Alter, können die Bandscheiben weniger gut Wasser im Inneren aufnehmen. Dadurch büßt der Gallertkern an Elastizität ein und verschleißt zunehmend. Auch der stützende Faserring ist mit der Zeit von feinen Rissen durchsetzt. Wird der Faserring wiederholt überlastet z.B. durch eine ungünstige Position am PC oder bei der Gartenarbeit, verschleißt die Bandscheibe. Auch das Heben und Tragen von Gewichten mit einer schlechten Haltung kann den Faserring überlasten. Meist ist es die Kombination verschiedener Überbelastungen, die den Faserring schlussendlich zum Reißen bringen.

Durch Risse im Faserring kommt es zu einer sogenannten Protrusion – einer Vorstufe des Bandscheibenvorfalls. Hier wölbt sich die Bandscheibe über die Wirbelkante.
Mithilfe von gezielten Übungen der Physiotherapie können in dieser Phase die Beschwerden noch gelindert werden. Durch die Stabilisierung des Rückens kann das Gewebe einfach zurückgelagert werden.

Wenn dagegen alle Schichten des Faserrings reißen, dringt der Gallertkern Richtung Spinalnerv – dies nennt man Prolaps.

Behandlung durch Physiotherapie

Eine Operation ist nur dann empfehlenswert, wenn die Muskulatur ausfällt, Lähmungen bestehen oder die starken Schmerzen über mehrere Wochen anhalten. Häufig ist allerdings keine Operation notwendig. Mit Hilfe der Physiotherapie ist es möglich, die Beschwerden langfristig zu lindern.

In der Akutphase finden wir in unserer Praxis gemeinsam mit dem Betroffenen Positionen und Techniken, die den Schmerz lindern – im Vordergrund steht die Symptomabschwächung. Manchmal kann es schon hilfreich sein, wenn der Rücken am richtigen Ort mit einem Tuch unterlegt wird und so die Wirbelsäule entlastet. Durch manuelle Techniken kann der Platz für den Nerv vergrößert und somit der Druck auf den Nerv oder die Nerven verringert werden. Zusätzlich können Massagen oder aktive und passive Bewegungen des Rückens im schmerzfreien Bereich entlasten. Dies erhöht den Stoffwechsel im betroffenen Gebiet – dadurch werden Schadstoffe ab und notwendige frische Nährstoffe zugeführt.

Lassen die extremen Schmerzen mit den entsprechenden Methoden nach, analysieren wir, ob und welche Muskultur geschwächt oder besonders verspannt ist, um ein etwaiges muskuläres Ungleichgewicht auszugleichen. Der Therapeut lockert demzufolge die Muskulatur, macht die Wirbelsäule mithilfe der manuellen Therapie wieder beweglich und stärkt die geschwächten Muskeln durch aktive Therapie.

Um Rückfälle zu verhindern, muss die Rumpfmuskulatur aufgebaut werden. Hierbei wird berücksichtigt, welchen Belastungen der Betroffene im Alltag ausgesetzt ist. Dabei werden spezifische Situationen beispielsweise das Heben schwerer Gewichte gezielt trainiert.

Da ein Bandscheibenvorfall eine sogenannte strukturelle Verletzung ist, kann die Wundheilung bis zu einem Jahr dauern. Dabei ist der Heilungsprozess von diversen Faktoren abhängig und von Patient zu Patient unterschiedlich.

Praxis für Physiotherapie, Osteopraktik und Triggerpunkttherapie in Dortmund

In unserer Praxis für Physiotherapie Dortmund erhalten Sie ein individuelles, auf Ihren Bandscheibenvorfall abgestimmtes Behandlungskonzept, dass Ihnen einen normalen und aktiven Lebensstil ermöglicht.
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