Physiotherapeutische Prävention

Vorsorge ist besser als Nachsorge. Getreu dieser bekannten Aussage werden häufig physiotherapeutische Maßnahmen gezielt zur Vermeidung einer Erkrankung oder zum Entgegenwirken der Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingesetzt.
Dabei lassen sich die physiotherapeutischen Maßnahmen je nach Einsatzzeitpunkt in die primäre, sekundäre und tertiäre Prävention gliedern:

  • Primäre Prävention: Der Patient ist gesund. Das erstmalige Auftreten einer Krankheit oder von Beschwerden soll vermieden werden.
  • Sekundärprävention: Eine Erkrankung soll frühzeitig erkannt werden, um rechtzeitige Maßnahmen und Therapien einleiten zu können.
  • Tertiärprävention: Folge- und Spätschäden einer bereits eingetretenen Erkrankung werden mit entsprechenden Maßnahmen verzögert, begrenzt oder verhindert.

Formen der Prävention

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Formen der Prävention. Im besten Fall sollten beide Ansätze zusammenwirken.

  • Verhaltensprävention: Ziel der Verhaltensprävention ist es, Risikofaktoren durch Fehl- oder Mangelernährung, Bewegungsmangel, Rauchen oder übermäßigen Alkoholkonsum zu reduzieren.
  • Verhältnisprävention: Die Verhältnisprävention befasst sich mit den Lebensbedingungen und Umständen, die die Gesundheit des Einzelnen beeinflussen (z.B. die Wohn- und Arbeitsverhältnisse, Einkommen sowie Bildung).

Maßnahmen der Verhaltensprävention

Nahezu alle Krankenkassen bieten ihren Versicherten verschiedenen Maßnahmen der individuellen Prävention und Gesundheitsförderung an. Außerdem werden entsprechende Angebote wie Präventionskurse geboten. Diese umfassen vor allem folgende Bereiche:

  • Ernährung (Vermeidung von Mangel- und Fehlernährung, Vermeiden und Reduktion von Übergewicht)
  • Bewegung (Gesundheitssport, Bewegungsprogramme, Vorbeugen gegen arbeitsbedingte Belastungen des Bewegungsapparats)
  • Stressmanagement (Förderung von Entspannung, Stressbewältigung
  • Suchtmittelkonsum (Umgang mit Alkohol, Rauchentwöhnung)

Entsprechende Präventionskurse werden von Krankenkassen, aber auch Fitnessstudios, Reha-Einrichtungen, Physiotherapeuten, Ärzten, Berufsverbänden sowie vielen anderen angeboten.

Gezielte Präventation der Physiotherapie

Die Physiotherapie setzt vor allem auf vorbeugende Maßnahmen innerhalb der Verhaltensprävention, um Fehlhaltungen zu vermeiden. Viele Schmerzzustände lassen sich auf langsam angewöhnte Fehlhaltungen zurückführen. Besonders Menschen die beruflich viel sitzen, neigen dazu, den Rücken, die Schultern und den Nackenbereich in eine schädliche Fehlhaltung zu bringen. Sobald diese Fehlhaltung automatisiert ist, können unangenehme Schmerzzustände entstehen.

Gezielte Methoden können dabei helfen, sich vor Fehlhaltungen zu schützen. Richtiges Sitzen ist beispielsweise von essenzieller Bedeutung, um den Rücken und die Schultern zu entlasten. Neben verschiedenen Sportarten wie das Schwimmen oder Fahrrad fahren können physiotherapeutische Trainingsmethoden gezielt zum Vorbeugen von Haltungsschäden eingesetzt werden. Zentral hierbei ist die Stärkung der Rücken- und Bauchmuskulatur. Eine gestärkte Rücken- und Bauchmuskulatur arbeiten intensiv gegen das Einsinken in eine Fehhaltung.

Neben der Prävention von Fehlhaltungen kann auch dem Überlastungssyndrom vorgebeugt werden. Innerhalb der Physiotherapie lernen die Patienten durch gezieltes Training auf ihren Körper zu hören. Ein regelmäßiges, individuell abgestimmtes Krafttraining, Beweglichkeitstraining und Rumpfstabilitätstraining helfen ebenso dem Überlastungssyndrom vorzubeugen.

Praxis für Physiotherapie und ganzheitliche Schmerztherapie in Dortmund

In unserer Praxis für Physiotherapie Dortmund entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein präventives Behandlungskonzept, dass auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist.
Sie haben Fragen zu den Möglichkeiten einer Behandlung mit Mikrostrom? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an info@physiofiedler.info oder rufen Sie uns einfach unter der 0231 – 7903657 an. Wir beraten Sie gerne!